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C. Projekt "Wie entsteht ein Buch?" - Buchproduktion (Klasse 8) Sindelfinger/Böblinger Zeitung, 21. Dezember 2000 Sindelfingen: Projekt Wie ein Buch entsteht" am Goldberggymnasium / Verborgene Fähigkeiten kommen zu Tage Bücher machen und verkaufen Von unserer Mitarbeiterin Valerie Schuster Wie fange ich meinen Lieblingsfisch? Oder begebe ich mich lieber unter die Hacker? Die Bücher, die die Schüler der Klasse 8b des Goldberggymnasiums innerhalb des Projektes "Wie entsteht ein Buch" erstellt haben, stellen den Leser vor die Qual der Wahl: Wo fange ich an? Groove City, eine Stadt im Ungewissen, Horror pur, UFOs, Mars Attack, zur Erholung Flugzeuge, F'ihnstars und das Funboook X-treem, die Themenvielfalt der Buchpräsentationen im Sindelfinger Goldberggymnasium lässt kaum Wünsche offen. Seit den Sommerferien arbeitet die Klasse 8b unter Leitung ihres Deutsch-Lehrers Wolfgang Wulz an diesem Projekt. Das hat als Ziel, Teamarbeit, Planung und Organisation zu lernen. Ich bin immer wieder erstaunt, genauso wie die Schüler selbst, welche Fähigkeiten auf einmal zutage kommen", sagt Wolfgang Wulz. Wenn Sie sich nur zum Beispiel die Computerfreaks der Flugzeuggruppe anschauen. Da lerne ich sogar noch Dinge von meinen Schülern." Das Projekt geht auf die Wanderausstellung über das Buch „Deutsche Geschichte" von Manfred Mai zurück, die auf Initiative von Wolfgang Wulz dann auch in die Aula des Goldberggymnasiums geholt wurde. Dort führte Manfred Mai ein Werkstattgespräch mit den Schülern der 8b, wie es überhaupt zu seinem Buch kam. Wolfgang Wulz, selbst Buchautor, kennt sich in der Welt der Autoren, Verleger und Drucker ebenfalls bestens aus und versuchte seinen Schülern, innerhalb des Projektes sein Wissen zu vermitteln. Auf Themensuche Zur Themensuche stand zunächst noch ein Besuch auf den Stuttgarter Buchwochen an, dann konnte es losgehen mit Texten, Layouten, Bilder aufkleben. Themen und Gruppen- oder EinzeIarbeit blieben den Schülern selbst überlassen. „Kritisch wurde es erst", erzählt Wolfgang Wulz, „als einige Schüler auf einmal der Meinung waren, niemand wolle ihre Bücher kaufen. Da kam dann die Idee einer Marketingveranstaltung auf vor Eltern und Presse." Kurz davor ging es bei einigen Gruppen noch hoch her. Zum Beispiel bei den Jungs der Flugzeuggruppe, Michael Briesenick, Felix Kammer, Marco Wochele und Jochen Mittnacht, die sich zum Ziel gesetzt hatten, eine technisch perfekte Präsentation zu erstellen und damit sehr in Zeitnot kamen. Computer lief rund um die Uhr Im Hause Mittracht liefen die Computer beinahe rund um die Uhr, Jochens Mutter ist jedenfalls froh, dass alles doch noch gut ausgegangen ist, nachdem sie ihren Sohn in den Tagen zuvor kaum zum Essen und Schlafen überreden konnte. Aber ganz im Allgemeinen bin ich sehr begeistert von dem Projekt, auch davon, wie sehr sich die Schüler engagiert haben, wie viel sie gearbeitet haben", lacht sie, und das auch noch zusätzlich zu dem ganzen Weihnachtsstress." Ein bisschen Nervosität merkt man den Schülern schon an, aber nachdem die Präsentation vorbei ist und die Interessenten beginnen, die Bücher zu bestellen, kommt neben der Erleichterung auch viel Stolz hinzu. „Wir würden es wieder tun. Auch wenn es viel Arbeit war und wir uns innerhalb der Gruppen auch hin und wieder gestritten haben", lautet die Meinung vieler Schüler der 8b. Jetzt steht aber erst einmal noch eine Klassenarbeit über steigernde Erörterung und nach den Weihnachtsferien der Wilhelm Tell auf dem Programm. ******************************* Böblinger Kreiszeitung, 20. Dezember 2000 S C H U L E / Buchpräsentation am Goldberg-Gymnasium Die Nerven flattern nur am Anfang Von Thomas Hilzinger SINDELFINGEN.- "Vier Jungs hacken sich in den Computer der NASA ein, werden erwischt und müssen fliehen", liest Jens Griesinger aus dem Buch "Net Hacker". Geschrieben wurde es von ihm und drei seiner Klassenkameraden der achten Klasse am Goldberggymnasium im Rahmen der Langzeitprojekte. Dass eine Buchpräsentation auch mehr sein kann als einfaches Vorlesen zeigen die vier nach einer kurzen Einführung zu "Net Hacker": Von einer selbst gebrannten CD-Rom lassen sie ein kleines Werbevideo laufen. Am Schluss noch ergänzt durch den Hinweis: "Das Buch hat 24 Seiten und kostet vier Mark.*' "Als wir mit unserem Buchprojekt zu Ende waren, kam bei den Schülern der Gedanke auf ‚Das kauft doch bestimmt keiner’, erzählt Wolfgang Wulz, der betreuende Lehrer. Also wurde eine Buchpräsentation im Aufenthaltsraum organisiert und die neun Arbeitsgruppen stellten am Montagabend ihre fertig gebundenen Werke vor. Das Angebot reicht von Alexander Tamms naturbezogenem „Wie fange ich meinen Lieblingsfisch?" über das technische "Vom Propeller- zum Hightechflugzeug" bis zur Horrorgeschichte "Groove City". „Es war den Schülern freigestellt, ob sie allein oder in einer Gruppe arbeiten, wichtig war, dass sie die Bücher bis zum 20. Dezember fertig hatten" erklärt Wulz, Bis zum fertigen Produkt war ein langer Weg. Den Anfang markierte die Ausstellung zu Manfred Mais Buch "Deutsche Geschichte" in der Schul-Aula. Daraufhin wurde Mai in den Unterricht eingeladen. Die Schüler hatten dann die Gelegenheit, sich darüber zu informieren, wie ein Buch "gemacht" wird. Erst dann folgte die konkrete Autorenarbeit. „Wir konnten uns nicht für ein Thema entscheiden, da haben wir mehrere gemacht", lachen Hanna Wagner, Elisabeth Rausch und Julia Klein. Das Ergebnis dieser Ratlosigkeit ist „Funbook X-treme", in dem sich Rätsel, Experimente und Geschichten finden. Immerhin zwölf Exemplare konnten die drei Autorinnen an diesem Abend verkaufen. "Am Anfang haben bei den Schülern die Nerven geflattert, aber dann lief es gut", ist Wulz zufrieden, denn für viele Schüler war es der erste Vortrag vor einem größeren Publikum. Die Lernziele des Buchprojekts liegen nach Wulz auf der Hand: Wir vermitteln damit selbstständiges und produktives Lernen und das Planen und Organisieren von längerfristigen Aufgaben." Einen Höhepunkt liefert die Gruppe von Nom Propeller- zum Hightechflugzeug". In ihrer vollständig digitalisierten Präsentation, lässt sie zu Musik Flugzeuge über die Leinwand fliegen, Blicke aus dem Cockpit mit eingeschlossen. |
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